Entdecke durch die Ahnenforschung, was alles von den Ahnen vererbt wird

Entdecke durch die Ahnenforschung, was alles von den Ahnen vererbt wird

Durch eine gute Ahnenforschung kann man entdecken, welche Zusammenhänge zwischen dir und deiner Familie bestehen. 

Dass Kinder ihren Eltern ähnlich sehen, wird häufig erkannt. Diese Ähnlichkeiten sind in der Regel sofort auf die Vererbung zurückzuführen. Auch eine Reihe von Krankheiten können vererbt werden. Dass aber auch Persönlichkeitsmerkmale vererbt werden, können sich viele Menschen nur sehr schwer vorstellen. Folgende Befunde sollten derartige Annahmen genauer erklären.

Dass die Intelligenz beispielsweise vererbbar ist, wurde in einem Artikel bereits vorgestellt. Um dies herauszufinden hat man Zwillingsstudien durchgeführt. Dabei wurden eineiige Zwillingen nach der Geburt getrennt und wuchsen in verschiedenen Umgebungen auf. Trotz der unterschiedlichen Umwelt wurde herausgefunden, dass deren Intelligenzquotient in der Regel ähnlich hoch war. Dies ist ein unumstrittenes Indiz dafür, dass die Intelligenz genetisch bedingt ist.

Auch Intelligenztests, die bei verschiedenen Familienmitgliedern durchgeführt werden, beweisen, dass die Intelligenz der Eltern oft denen der Kinder ähnelt. Hierbei tritt allerdings auch das Phänomen der Intelligenz Akzeleration auf. Dies bedeutet, dass die heutigen Menschen intelligenter sind, als die Menschen, die vor 50 Jahren lebten. Neben der Intelligenz existieren zahlreiche weitere Persönlichkeitsmerkmale, die von den Eltern auf die Nachkommen vererbt werden. Eigenschaften wie Angst oder Aggression werden häufig vererbt. So kann man bei ängstlichen oder aggressiven Schüler häufig davon ausgehen, dass die Eltern Merkmale der Angst oder Aggression aufweisen.

Zusätzlich sind Interessen oder Geschmäcker auf Vererbbarkeit zurückzuführen. Die Begeisterung für eine bestimmte Sportart oder ein Hobby weist oft Ähnlichkeiten mit den Eltern oder Großeltern auf. Studien haben sogar belegt, dass der Geschmack in Bezug auf Häuser und Inneneinrichtung häufig dem der Eltern gleicht. Für viele Leute erscheint das Ergebnis derartiger Untersuchungen für nicht glaubwürdig. Sie würden sich beispielsweise ihr Haus nicht mit Damixa Armaturen einrichten, nur weil die Eltern diese damals verwendet haben. Passt man jedoch im Alltag einmal gut auf, so wird man erstaunt sein, wie viele Ähnlichkeiten zwischen den Menschen und den vorherigen Generationen vorhanden sind.

Neurodermitis ist eine Krankheit, die unsere Ahnen uns hinterlassen

Wer über seine genetischen Verwandtschaftsverhältnisse Bescheid weiß, hat damit oft auch wichtige Informationen über erbliche Krankheiten der Vorfahren. Das kann wichtig sein und zum Beispiel Aufschluss bei bestimmten Symptomen geben.

Neurodermitis ist eine erblich bedingte Krankheit, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat. In den Industriestaaten tritt Neurodermitis bis zu fünf Mal häufiger auf, als in den sechziger Jahren. Die Ursachen für diese Entwicklung und zum Beispiel auch für die Zunahme von Allergien sind umstritten.

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass Neurodermitis und andere Krankheiten die Überempfindlichkeiten hervorrufen, durch die so genannte „overprotection“ im Kindesalter entstehen können. So ist das Risiko eine Allergie zu entwickeln für behütete Einzelkinder, die nicht einmal eine banale Erkältung bekommen, deutlich höher, als für Kinder, die durch ungefährliche Infekte ihr Immunsystem prägen. Auch die Impfmüdigkeit, die in Deutschland herrscht, kann sich negativ auswirken. Allergien und andere Überempfindlichkeiten können also sowohl vererbt werden, als auch später entstehen. Umweltfaktoren, wie eine übermäßige Schadstoffbelastung tragen auch dazu bei, Allergien zu entwickeln.

Ahnenforschung als Indikator für Krankheit

Wer also wissen möchte, ob er gefährdet ist, an Neurodermitis zu erkranken, muss erst einmal herausfinden, ob viele Mitglieder der näheren Verwandtschaft an atrophischen Krankheiten leiden. Dazu zählen neben Neurodermitis auch Heuschnupfen oder allergisches Asthma. Im Erbgut ist nämlich verankert, ob man anfällig für atrophischen Krankheiten ist, oder nicht. Das Risiko für Kinder an Neurodermitis zu erkranken, liegt übrigens bei 15%, ganz egal ob in der Verwandtschaft schon jemand an der Krankheit leidet, oder nicht. Hat ein Elternteil eine der atrophischen Krankheiten, steigt das Risiko auf 20-40%. Sind beide Elternteile betroffen, besteht für das Kind ein Risiko von 80% ebenfalls zu erkranken.

Bei eineiigen Zwillingen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das zweite Geschwisterteil ebenfalls erkrankt ist, wenn ein Kind unter einer atrophischen Krankheit leidet, übrigens bei 86%. Bei zweieiigen Zwillingen liegt sie dagegen nur bei 20%. Dank der Ahnenforschung kann man also erblich bedingte Krankheiten zurückverfolgen und herausfinden, wie groß das Risiko ist, ebenfalls zu erkranken. Ob nun Neurodermitis oder ernstere Krankheiten, für die Früherkennung ist die Ahnenforschung also durchaus sinnvoll.

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